Ultraliberalismus

Ultraliberalismus wird vorwiegend als politisches Schlagwort verwendet, um zu kennzeichnen, dass bestimmte liberale Überzeugungen in übertriebener Weise ausgebildet sind bzw mcm taschen sale. zum Extremen neigen.

Schon im 19. Jahrhundert war das Präfix ultra negativ konnotiert: „Ultra, Ultraliberale, Ultraroyalisten, Ultramontane. — Ultra heißt wörtlich jenseits. Es bezeichnet also in den beiden ersten angeführten zusammengesetzten Worten, daß die bestimmte Bestrebung oder Theorie jenseits der richtigen Linie oder Grenze eines freisinnigen oder monarchischen Bestrebens angelangt, aber daß sie durch Uebertreibung verkehrt sei.“

Bereits 1819 bezeichnete Fürst von Metternich in einem Brief an seinen Vertrauten Friedrich von Gentz den Ultraliberalismus als Ursprung der oppositionellen Bewegung. Jörn Leonhard sieht in dieser Bezeichnung eine „Stigmatisierung eines politischen Extremismus“, für den das aus Frankreich stammende Präfix Ultra stehen würde.

Der russische Ökonom Ladislaus von Bortkewitsch verwendet den Begriff in einer Rezension über Vilfredo Paretos „Cours d’économie politique“ Ende des 19. Jahrhunderts zur Kennzeichnung von Paretos Denken „im Sinne eines extremen Liberalismus und Idealismus“ (S. 90). Bortkewitsch erkennt im „ultra-liberalen Standpunkt Paretos“ ein „gut Stück Idealismus“, so dass man oft geneigt sei, „ihm dasselbe entgegenzuhalten

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, was seinerseits den sozialistischen Schriftstellern gegenüber geltend gemacht wird, nämlich daß sie mit idealen statt mit wirklichen Menschen rechnen.“

Wilhelm Traugott Krug nannte Ludwig Börne und Heinrich Heine als Beispiele für ultraliberale Juden

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.

Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg nannte den Arzt Dr. Julius Waldeck, ein Verwandter von Johann Jacoby, als Anhänger „der ultraliberalen Schule“, die „bei der literarischen Welt […] in keiner besonderen Achtung“ stehe und die auch nur „ein paar Studenten, junge Doktoren der Medizin und Juden“ umfasse.

Auch heute wird Ultraliberalismus sehr unterschiedlich verwendet, oft ähnlich wie das Schlagwort „Marktfundamentalismus“.

Enzian-Kapselspanner

Enzian-Kapselspanner (Perizoma obsoletata)

Der Enzian-Kapselspanner (Perizoma obsoletata), auch Enzian-Alpen-Blattspanner genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Spanner (Geometridae).

Die Flügelspannweite der Falter beträgt 23 bis 29 Millimeter (Unterart avilaria bis 30 mm). Die Grundfarbe der Vorderflügel variiert von hellgrau bis zu einem etwas dunkleren Grau. Das Wurzelfeld der Vorderflügel ist graubraun gefärbt. Gleichfarbig sind der Apexbereich sowie ein schmales Feld in der Mitte des Vorderrandes angelegt. Große Teile des Mittelfeldes sind heller gefärbt, ebenso ein schmales Band hinter dem Wurzelbereich sowie der Postdiskalbereich. In Richtung des Außenrandes sind bräunliche Wellenlinien erkennbar. Im Saumfeld befindet sich eine weißliche Wellenlinie. Vorder- und Hinterflügel zeigen jeweils einen schwarzen Diskalfleck, der zuweilen undeutlich ist. Die Hinterflügel haben eine weißliche Farbe.

Im weiblichen Geschlechtsapparat ist die bursa copulatrix typisch eiförmig erweitert mit einem eiförmigen Signum. Die vorderen und hinteren Apophysen nehmen allmählich im Durchmesser zum Apex hin ab. Die Analpapillen haben eine mittlere Größe und sind ein wenig ausgelängt.

Im männlichen Geschlechtsapparat ist der Uncus vergleichsweise lang, und weist einige kurze Setae nahe am Apex auf. Der Analtubus ist groß und breit. Die breiten Valven haben eine mittlere Länge. Außen- und Innenlinien sind leicht nach außen gebogen. Der Apex der Valven ist breit, aber leicht unregelmäßig gerundet. Der Uncus ist vergleichsweise lang und schlank.

Erwachsene Raupen sind kurz und gedrungen und hell blass gelblich gefärbt. Es ist nur eine Rückenlinie angedeutet. Die Segmente sind sehr deutlich ausgeprägt. Es sind auffällige braune Punktwarzen vorhanden, die jeweils mit kurzen braunen Haaren besetzt sind. Die Stigmen sind vergleichsweise groß und gelblich umrandet. Der Kopf ist vergleichsweise klein, rundlich und rötlich braun gefärbt. Die Bauch- und Afterfüße sind kurz mcm taschen sale.

Die grünlich gelbe Puppe ist kurz und gedrungen. Die Bauchringe sind rötlich gefärbt. Der Kremaster ist klein, halbkugelförmig und mit zwei Endborsten versehen.

Die Schwesterart Perizoma juracolaria kann von Perizoma obsoletata nur durch eine genitalmorphologische Untersuchung sicher unterschieden werden. Bei juracolaria ist der weibliche Geschlechtsapparat etwas kürzer als bei obsoletata. Dafür ist die bursa copulatrix relativ etwas größer. Im männlichen Geschlechtsapparat von Perizoma juracolaria verlaufen Außen- und Innenlinie der Valven annähernd gerade und parallel. Sie sind etwas schmaler und der Apex ist regelmäßig gerundet. Bei Perizoma obsoletata dagegen sind die Valven breiter, die Außenlinien gebogen und der Apex (meist) nicht so regelmäßig gerundet. Der Uncus ist bei Perizoma juracolaria kürzer als bei Perizoma obsoletata.

Der Enzian-Kapselspanner (Perizoma obsoletata) kommt meist in Höhen von über 1600 m vor, während der Jura-Kapselspanner (Perizoma juracolaria) eher tiefere Lagen bevorzugt, allerdings auch bis 2300 m ansteigt. Außerdem scheint es Unterschiede in der Präferenz der Raupennahrungspflanzen zu geben.

Der Enzian-Kapselspanner ist im Apennin, auf Korsika(?), in den Alpen, den Sudeten, der Hohen Tatra, den Karpaten und den Gebirgen der Balkanhalbinsel zu finden. Aufgrund der erst kürzlich erfolgten Abtrennung von Perizoma juracolaria ist das genaue Verbreitungsgebiet nicht bekannt. Die bisherigen Vorkommen im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb beispielsweise werden von Heiner Ziegler und Axel Steiner der Art Perizoma juracolaria zugewiesen. Sicher nachgewiesen ist das Vorkommen in Deutschland in den Allgäuer Hochalpen über das Wettersteingebirge bis zum Berchtesgadener Land (Bayern). Unklar sind noch die bisher nicht überprüften Vorkommen im schwäbischen Allgäu.

In den Alpen kommt er in Höhen zwischen 1600 und 3000 Metern vor. Die Art bewohnt bevorzugt karge Berg- und Gebirgslandschaften, beispielsweise steinige Magerrasenflächen, Felsfluren, Geröllhänge und Schutthalden, wo die Raupennahrungspflanzen wachsen. Vermutlich gehören alle Vorkommen in tieferen Lagen zur kürzlich abgetrennten Perizoma juracolaria.

Die Falter fliegen in einer Generation von Juni bis August und besuchen gern künstliche Lichtquellen. Die Weibchen legen die Eier an die Fruchtknoten oder die Blütenblätter der Futterpflanze. In den Monaten August und September sind die Raupen zu finden. Sie bohren sich in die Fruchtkapseln und ernähren sich von den Samen verschiedener Enzianarten (Gentiana). Dazu zählen:

Die ausgewachsenen Raupen verlassen die Samenkapseln durch ein durch die Kapselwand hindurch gefressenes Loch und verpuppen sich in einem leichten Gespinst an der Erde, entweder in Moos oder zwischen den Wurzeln der Raupennahrungspflanze. Selten verpuppen sie sich auch in der Samenkapsel selber. Die Art überwintert als Puppe.

Der Enzian-Kapselspanner kommt in Deutschland in Bayern gebietsweise zahlreich vor und wird dort auf der Roten Liste gefährdeter Arten als nicht gefährdet geführt. Die Angabe für Baden-Württemberg ist dagegen überholt und bezieht sich auf den Jura-Kapselspanner (Perizoma juracolaria).

Das Taxon wurde 1838 von Gottlieb August Herrich-Schäffer als Larentia obsoletata in die wissenschaftliche Literatur eingeführt. 1848 benannte er das Taxon in Larentia Alpicolaria um, wegen einer vermeintlichen Homonymie mit einer Art obsoletata Boisduval. Eine Art Larentia obsoletata Boisduval gibt es aber nicht, die Umbenennung ist daher ungültig und Larentia alpicolaria Herrich-Schäffer, 1848 ein jüngeres, objektives Synonym von Larentia obsoletata Herrich-Schäffer, 1838. Typlokalität ist der Schneeberg in den Ostalpen.

In der Folge war alpicolaria mehrfach in Gebrauch. 1873 stelle Pierre Millière die Art Melanippe gentianata auf. Die Gattung Melanippe Duponchel, 1829 ist ein jüngeres, objektives Synonym der Gattung Rheumaptera Hübner, 1822 und hat mit der vorliegenden Gattung nichts zu tun. 1913 erkannte Louis Beethoven Prout die nicht berechtigte Ersetzung des Namens alpicolaria Herrich-Schäffer durch obsoletata und transferierte das Taxon außerdem in die Gattung Cidaria Treitschke, 1825. Er benutzte aber statt der Originalschreibweise obsoletata die Schreibweise obsoletaria. Ob eine beabsichtigte Angleichung an alpicolaria vorliegt, also eine Emendation, lässt sich aus dem Text von Prout nicht herauslesen; obsoletaria Prout, 1915 muss als inkorrekte sekundäre Schreibweise (Falschschreibung) gewertet werden. Der Name ist damit im Sinne der Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur nicht verfügbar (nomen nullum). Prout führte auch Melanippe gentianata Millière, 1873 in der Synonymie von „obsoletaria“ auf. 1919 stellte Eugen Wehrli die neue Form Larentia alpicolaria H.S. juracolaria forma nova auf. Typuslokalität ist der Weissenstein im Solothurner Jura (Schweiz).

In der weiteren Geschichte wurden sowohl alpicolaria als auch juracolaria meist als Synonyme von „obsoletaria“ aufgefasst. 1932 stellte Klaus Schawerda die Art Coenotephria reisseri von Korsika auf, 1936 folgte die Art Coenotephria avilaria Reisser, 1936. Erst 1999 wurde die Orthographie der Art durch Malcolm Scoble wieder zu obsoletata berichtigt

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. Vladimir Mironov akzeptierte nur eine Art Perizoma obsoletata und führte alpicolaria Herrich-Schäffer, 1848, gentianata Millière, 1873, reisseri Schawerda, 1932 und avilaria Reisser, 1936 als jüngere Synonyme auf; juracolaria Wehrli, 1919 hielt er als infrasubspezifisches Taxon für nicht verfügbar.

Im Jahre 2005 wurde Perizoma juracolaria (Wehrli, 1919) durch Bérard u. a. von Perizoma obsoletata abgetrennt. Der beste Beweis, dass es sich tatsächlich um zwei Arten handelt, ist in dem sympatrischen Vorkommen der beiden Arten im Val d’Escrin bei Arvieux (Dépt. Hautes-Alpes) und unterhalb von Venosc (Dépt. Isère) zu sehen. Dort wurden weder intermediäre Formen noch Hybride gefunden. Allerdings muss auch bedacht werden, dass bisher noch keine molekulargenetische Untersuchungen vorliegen.

2009 hat Leraut die beiden Arten als Perizoma obsoletata und Perizoma alpicolaria (= P. juracolaria) geführt und letzterer die ssp. reisseri angegliedert.

Das genaue Verbreitungsgebiet der beiden Arten ist bisher nur ungenügend bekannt, da in den bisherigen Arbeiten bzw. Verbreitungskarten die beiden Arten nicht unterschieden wurden. Perizoma juracolaria (Wehrli, 1919) ist bisher nur aus Frankreich, Nordspanien und der Westschweiz bekannt. Die Art wird in die zwei Unterarten Perizoma obsoletata obsoletata (Herrich-Schäffer, 1838) und Perizoma obsoletata avilaria Reisser, 1936 unterschieden. Die Unterart Perizoma obsoletata avilaria (Reisser, 1946) ist auf die Ostpyrenäen beschränkt. Unklar bleibt die Stellung von reisseri Schawerda, 1932; es könnte sich um eine eigenständige Art, eine Unterart von Perizoma obsoletata oder um eine Unterart von Perizoma juracolaria handeln.

Liste der Nummer-eins-Hits in Australien (1996)

Diese Liste enthält alle Nummer-eins-Hits in Australien im Jahr 1996. Es gab in diesem Jahr zwölf Nummer-eins-Singles und 17 Nummer-eins-Alben.

1940 • 1941 • 1942 • 1943 • 1944 • 1945 • 1946 • 1947 • 1948 • 1949 • 1950 • 1951 • 1952 • 1953 • 1954 • 1955 • 1956 • 1957 • 1958 • 1959 • 1960 • 1961 • 1962 • 1963 • 1964 • 1965&nbsp mcm taschen sale;• 1966 • 1967 • 1968 • 1969 • 1970 • 1971 • 1972 •1973 • 1974 • 1975 • 1976 • 1977 • 1978 • 1979 • 1980 • 1981 • 1982 • 1983 • 1984 • 1985 • 1986 • 1987 • 1988 • 1989 • 1990 • 1991 • 1992 • 1993 • 1994 • 1995 • 1996 • 1997 • 1998 • 1999 • 2000 • 2001 • 2002 • 2003 • 2004 • 2005 • 2006 • 2007 • 2008 • 2009 • 2010 • 2011 • 2012 • 2013 • 2014 • 2015 • 2016

Lampertsbach (Ahr)

Lampertsbach vor Bachschwinde

Lampertstal westlich der Mündung des Wierstaler Bachs

Der Lampertsbach (bis Alendorf auch Frömmelsbach genannt) ist ein etwa 9,5&nbsp

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;km langer, westlicher und rechter Nebenfluss der Ahr im rheinland-pfälzischen Landkreis Vulkaneifel und im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen.

Der Lampertsbach entspringt in der Ahreifel als Frömmelsbach. Die Quelle liegt östlich von Esch in Rheinland-Pfalz auf etwa 539 m Höhe.

Von hier aus fließt der Bach in östlicher Richtung und passiert schon bald die Grenze nach Nordrhein-Westfalen. Er durchfließt das Naturschutzgebiet Lampertstal und Alendorfer Kalktriften mit Fuhrbach und Mackental im Gebiet der Gemeinde Blankenheim. Ab der Mündung des Odenbachs (km 7 mcm taschen sale,6) bei Alendorf, wo der Bach den Kalvarienberg (522,8 m) passiert, heißt er Lampertsbach. Als solcher fließt er nordöstlich durch das Lamperstal und mündet östlich von Hüngersdorf und nördlich von Dollendorf auf etwa 358 m Höhe in den dort von Nordwesten kommenden Rhein-Zufluss Ahr.

Das 28,071 km² große Einzugsgebiet wird über Ahr und Rhein zur Nordsee entwässert.

Der Lampertsbach verfügt über eine Besonderheit: eine sogenannte Bachschwinde. Unter einer Brücke ist der Untergrund so stark zerklüftet, dass ein großer Teil des Wassers nach unten fließt. Bei niedrigen Wasserstand „verschwindet“ der Bach vollständig.

Tonbergbaumuseum Siershahn

Das Tonbergbaumuseum Siershahn ist ein Museum der Industriegeschichte in Siershahn im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz, das die Geschichte des bergmännischen Tonabbaus im Westerwald dokumentiert.

Als sogenannter Geopunkt ist es Teil des Nationalen Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus.

Im Westerwald wurde seit dem Mittelalter Ton abgebaut. Zunächst in offenen sogenannten Glockenschächten, später auch in Bergwerken. Bis 1989 gab es in dem Gebiet 32 Schachtanlagen, von denen eine mcm taschen sale, die Gute Hoffnung, 1961 eröffnet, vom Tonbergbauverein Westerwald erworben und restauriert werden konnte. Die Außenanlagen der Grube werden heute als Museum genutzt, das in seiner Ausstellung Exponate zu verschiedenen Themen aufweist:

Koordinaten:

Sattelfleck

Ein Sattelfleck ist ein Zeichnungsmuster bei Tieren, bei dem sich ein dunklerer (selten auch hellerer) Fleck wie ein Reitsattel oder eine Schabracke über den Rücken und beide Körperseiten zieht, ohne dass er sich auf der Bauchseite zu einem Ring schließt

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Sattelflecken kennt man besonders von den Zeichnungen der Wirbeltiere, beispielsweise verschiedener Fische und Schlangen. Bei Haien sind solche Flecken oft ausgebildet, besonders häufig bei den Arten der Bambushaie und Katzenhaie z. B. beim Puffotter-Katzenhai (Haploblepharus edwardsii). Der Sattelfleck-Anemonenfisch (Amphiprion polymnus), der Sattel-Spitzkopfkugelfisch (Canthigaster valentini), der Schwarzsattel-Feilenfisch (Paraluteres prionurus) und die Sattelfleck-Borneoschmerle (Homaloptera orthogoniata) sowie viele andere Süßwasser- und Meeresfische haben ihre deutschsprachigen Bezeichnungen von diesem Merkmal.

Zu den Schlangen, bei denen die Form der Sattelflecken zur Bestimmung von Arten und Unterarten herangezogen werden kann, zählen die Boa constrictor und die Pythons.

Auffällig sind solche Sattelflecken bei den Säugetieren, beispielsweise beim Schabrackentapir, der seinen Namen diesem Merkmal verdankt. Besonders helle Sattelflecken sind für die Widder vieler Gruppen der Mufflons typisch, bei denen sie ebenfalls manchmal Schabracken genannt werden. Bei den Hausschafrassen geht aus dem Vorhandensein dieses Merkmals die genetische Verwandtschaft mit bestimmten Gruppen der Wildschafe hervor. Auch bei anderen Haustierrassen gehört diese Zeichnung zu den wichtigen Rassemerkmalen, beispielsweise beim Angler Sattelschwein.

Tupamaros West-Berlin

Die Tupamaros West-Berlin (TW) waren eine linksterroristische Gruppe von maximal 15 Personen, die von November 1969 bis zum 19. Juli 1970 bestand. Ihr Gründer war Dieter Kunzelmann

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. Mitglieder der Gruppe unternahmen Anschläge mit Brandbomben in West-Berlin, bei denen durch Zufall niemand verletzt wurde. Geschichts- und Politikwissenschaftler sehen die Gruppe vor allem wegen ihrer Berufung auf das ursprünglich lateinamerikanische Konzept der Stadtguerilla als ideologischen Vorläufer der Bewegung 2. Juni und der Rote Armee Fraktion.

Die Tupamaros West-Berlin gingen aus einer subkulturellen West-Berliner Szene von etwa 100 Wohngemeinschaften hervor, die sich als „Blues“ bezeichneten und über informelle, persönliche und politische Kontakte ohne feste Organisationsform miteinander verbunden waren.

Kunzelmann, Gründungsmitglied der West-Berliner Kommune I, suchte ab Sommer 1969 radikalere Aktionsformen. Seine Freundin Ina Siepmann, Albert Fichter, Georg von Rauch und Roswitha Lena Conradt reisten Ende September 1969 nach Jordanien und ließen sich ab 5. Oktober in einem Camp der Al-Fatah an Schusswaffen und im Bau von Zeitbomben ausbilden. Dort entstand der Plan, in Berlin eine Gruppe für den „bewaffneten Kampf“ gegen den „US-Imperialismus“ und den „Zionismus“ zu bilden. Gemeint waren Terrorakte mit Brandbomben gegen verschiedene Einrichtungen, die als Mittel zur Unterdrückung der Palästinenser und anderer Völker betrachtet wurden.

Bei der Rückkehr nach Deutschland am 2. November 1969 initiierte Kunzelmann in München mit Fritz Teufel die Gründung der Tupamaros München, in West-Berlin dann die der Tupamaros West-Berlin. Mitglieder waren neben den nach Jordanien Gereisten unter anderen Thomas Weisbecker, Hilmar Budde, Annkathrin Brunn. Beide Gruppen wurden gegründet, um eine am 2. November 1969 begonnene internationale Kampagne der PLO gegen die seit der Balfour-Deklaration entstandenen Staaten im Mittleren Osten praktisch und organisatorisch zu unterstützen und diese Unterstützung innerhalb der APO zu propagieren.

Der Name der Gruppe folgte dem Vorbild der Untergrundbewegung Movimiento de Liberación Nacional – Tupamaros in Uruguay. Diese verübten in den 1960er und 1970er Jahren Anschläge in Großstädten, entführten hochgestellte Persönlichkeiten und begingen Banküberfälle. Das Konzept Kunzelmanns stand dem Konzept einer „Stadtguerilla“ nahe, das einige Monate später von Ulrike Meinhof ausgerufen wurde.

Am 9. November 1969, dem bewusst gewählten Jahrestag der Reichspogromnacht, platzierte Albert Fichter eine Bombe mit einem Zeitzünder im Jüdischen Gemeindehaus Berlin. Sie sollte während einer Gedenkveranstaltung zu den Novemberpogromen explodieren, was wegen einer überalterten Zündkapsel nicht geschah. Der Zeitzünder war ausgelöst. Nach einem Gutachten der Sprengstoffexperten der Berliner Polizei, die einen Nachbau zur Explosion brachten, hätte die Bombe „das Haus zerfetzt“ und viele der 250 Teilnehmer der Gedenkveranstaltung getötet. Unter den Anwesenden befanden sich auch der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Schütz und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Heinz Galinski.

Kunzelmann war nach Aussage Albert Fichters, seines Bruders Tilman Fichter und weiterer Zeugen der Initiator und Planer des Anschlagversuchs. Dies war den Ermittlern bei ihren Vernehmungen im November 1969 bereits bekannt. Albert Fichter zerstritt sich über den Anschlag mit Kunzelmann, floh vor Strafverfolgung ins Ausland und verließ damit die Tupamaros West-Berlin.

Der Politologe Wolfgang Kraushaar deckte 2005 auf, dass Peter Urbach, ein V-Mann des Berliner Verfassungsschutzes, die Bombe geliefert hatte. Die Berliner Behörden kannten durch ihn die Namen der beteiligten Täter, die der Schlussbericht einer eingesetzten Sonderkommission benannte. Die Staatsanwaltschaft erhob jedoch keine Anklage; der damals zuständige Staatsanwalt wollte sich 2005 nicht dazu äußern. Kraushaar erklärt dies mit dem „großen Ansehensverlust der Bundesrepublik“, falls der Anschlag auf das Jüdische Gemeindehaus mit staatlichen Mitteln verübt wurde. Urbachs Rolle bei dem Anschlag wurde nicht vollständig geklärt.

Die Tupamaros West-Berlin rechtfertigten den Anschlag in einem Flugblatt, das in der Szenezeitschrift Agit883 erschien mcm taschen sale, als Auftakt einer westdeutschen Kampagne gegen den Zionismus und den Staat Israel. Sie wollten die APO dazu bewegen, nicht mehr vorrangig die Vietcong im Vietnamkrieg

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, sondern vorrangig den Kampf der Palästinenser gegen Israel im Nahostkonflikt zu unterstützen. Eventuell, so eine andere Deutung, führten sie den Anschlagsversuch im direkten Auftrag der palästinensischen Al-Fatah aus. In beiden Fällen gilt die Tat als Beispiel eines Antisemitismus im Zerfallsprozess der APO, als Teile davon sich dem Linksterrorismus zuwandten. Diskutiert wird, ob dieser Antisemitismus als „ausschlaggebende Wurzel für den Anschlag angesehen werden muss und inwieweit diese judenfeindliche Dimension für die Zerfallsphase der 68er-Bewegung als exemplarisch gelten kann.“

Kunzelmann erklärte 1998 in seiner Autobiografie, der Anschlagsversuch sei kontraproduktiv gewesen: „Jedem Linken hätte eigentlich klar sein müssen, dass eine derartige Aktion keinerlei Sympathien für die legitimen Anliegen der Palästinenser zu wecken vermochte, …“. Eine Mitverantwortung für die Tat selbst übernahm er nicht. An der durch Albert Fichters Geständnis ausgelösten Debatte über seine Rolle beteiligte er sich nicht.

Bei einem Treffen führender West-Berliner Tupamaros mit den späteren RAF-Gründern Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Horst Mahler im März 1970 kam es zu keiner gemeinsamen Organisation, weil Kunzelmann und Baader beide eine Führungsrolle anstrebten und das Konzept der subkulturell eingebetteten, lose vernetzten Tupamaros West-Berlin sich nicht mit einer von Baader angestrebten streng paramilitärischen und konspirativen Organisationsform vereinbaren ließ.

Im Mai 1970 verübte ein neu hinzugekommenes Mitglied der Tupamaros West-Berlin im Alleingang einen Brandanschlag auf das Kammergerichtsgebäude in Berlin-Charlottenburg, das abbrannte.

Kunzelmann, der nach dem 9. November 1969 zur Fahndung ausgeschrieben worden war, wurde am 19. Juli 1970 auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof verhaftet. Ihm drohte eine langjährige Haftstrafe. Daraufhin lösten sich die Tupamaros West-Berlin auf.

Flaneur

Der Flaneur (aus französisch flaner „umherstreifen, umherschlendern“) ist ein Mensch, der im Spazierengehen schaut, genießt und planlos umherschweift – er flaniert.

Der Flaneur bezeichnet eine literarische Figur

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, die durch Straßen und Passagen der Großstädte mit ihrer anonymen Menschenmasse streift (flaniert). Hier bietet sich ihm Stoff zur Reflexion und Erzählung. Der Flaneur lässt sich durch die Menge treiben, schwimmt mit dem Strom, hält nicht inne, grüßt andere Flaneure obenhin. Der Flaneur ist intellektuell und gewinnt seine Reflexionen aus kleinen Beobachtungen. Er lässt sich sehen, aber sieht auch, wenngleich mit leichter Gleichgültigkeit (von Georg Simmel in seinem Aufsatz Die Großstädte und das Geistesleben treffend als Blasiertheit identifiziert). Der Flaneur in all seiner Dandyhaftigkeit stellt ein wichtiges Thema der – vor allem weltstädtischen – individualisierten Kunst dar, auch der Lebenskunst.

Sein weibliches Äquivalent, die Passante (franz. für „Spaziergängerin“, vergl. Passant), tritt insbesondere in den Werken Marcel Prousts auf, der seine weiblichen Charaktere als schwer greifbare, vorbeiziehende (engl. passing) Figuren porträtierte, die seine obsessive und besitzergreifende Perspektive auf sie ignorierten (vgl. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit). Zunehmende Mobilisierung sowie starke gesellschaftliche Neuerungen (z. B. durch Industrialisierung) ermöglichten es der Passante, ein aktives Mitglied innerhalb der Großstadtmetropole des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu werden, deren soziale Rollen sich von der Domestiziertheit des Privaten auf die Öffentlichkeit ausweiteten, indem sie sich zunehmend selbstbestimmter von ihrem sexuellen wie identifikatorischen Marginalstatus befreien sollte.

Sein früheres Ebenbild war der Wanderer, der die Natur durchstreifte, und an dem, was er dort beobachtete, seinen Gedanken und Gefühle artikulierte.

Mit Edgar Allan Poes Erzählung Der Mann in der Menge fand der Flaneur seinen Eingang in die Literatur.

James Wood sieht in Flauberts Erfindung des wachen Flaneurs mit verfeinertem Blick, dessen Wahrnehmungen der Erzähler wiedergibt, einen Grundzug des literarischen Realismus.

Das Konzept des Flaneurs im 20. Jahrhundert wurde von Walter Benjamin am Beispiel des Pariser Boulevard-Lebens eingeführt (die Begrifflichkeit in diesem Sinn nahm er von Charles Baudelaire), soziologisch von Georg Simmel vorbereitet (der Mensch „im Schnittpunkt sozialer Kreise“), von David Riesman am Beispiel von New York abgeändert (Faces in the Crowd) und von Jean Baudrillard aktualisiert und kommentiert. Aber auch Autoren wie Joseph Roth lassen sich der flânerie zuordnen. Der Flaneur des 20. Jahrhunderts, der vorwiegend versuchte in der Masse der Straße unterzugehen, um so das soziale Geschehen beobachten zu können, unterscheidet sich vom Flaneur des 19. Jahrhunderts, der sich in seiner langsamen Gangart ‚Dandyhaftig‘ durch die Straßen einem öffentlichen Publikum ausstellte.

Robert Juillard

Robert Juillard (* 24. August 1906 als Louis Alphonse Robert Juillard in Joinville (Haute-Marne); † 14. Mai 1982 in Paris) war ein französischer Kameramann.

Juillard erhielt eine fotografische Ausbildung in einem Fotolabor. Ende der 1920er Jahre stieß er zum Film und war bis Mitte der 1930er Jahre als Assistent von Georges Périnal, Jules Kruger, Christian Matras und Léonce-Henri Burel tätig. Beginnend mit Julien Duviviers filmischer Biografie Jesu Christi Das Kreuz von Golgatha (1935) arbeitete er als einfacher Kameramann

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. Der Zweite Weltkrieg unterbrach Juillards beruflichen Aktivitäten. An der Seite von Matras nahm Robert Juillard 1945 seine Arbeit als Kameramann wieder auf, im Jahr darauf wurde er Chefkameramann.

Juillards kurze Karriere in leitender Position brachte eine Reihe von hochwertigen Unterhaltungsfilmen hervor. In den folgenden anderthalb Jahrzehnten arbeitete er mit führenden Regisseuren wie Roberto Rossellini (im zerstörten Nachkriegs-Berlin), René Clement, Henri-Georges Clouzot, René Clair, Gene Kelly und dem Veteranen Abel Gance zusammen. Zu den von ihn (mit)fotografierten Spitzenfilmen gehören unter anderem Deutschland im Jahre Null, Tagebuch eines Landpfarrers, Verbotene Spiele, Gervaise und Austerlitz – Glanz einer Kaiserkrone. Bei weiteren Topproduktionen wie Lohn der Angst, Die Schönen der Nacht, Die Teuflischen und Babette zieht in den Krieg war Juillard dem erfahrenen Kollegen Armand Thirard untergeordnet.

1962 beendete Juillard seine Kinokarriere als Kameramann. Sechs Jahre darauf trat er als Schauspieler in René Allios Inszenierung Pierre und Paul vor die Kamera. Es blieb seine letzte filmische Tätigkeit.

Ronja Hilbig

Ronja Hilbig (* 6. März 1990 in Hamburg) ist eine deutsche Sängerin. Bekannt wurde sie als Mitglied von Die Lollipops, Cats & Boots und Queensberry. Seit der Auflösung von Queensberry startet sie als Miss Ronja eine Solokarriere.

Hilbig begann mit vier Jahren Klavier zu spielen. Im Jahr 2001 spielte sie unter anderem bei der Premiere die Rolle der kleinen Nala im Musical Der König der Löwen in Hamburg.

Von 2003 bis 2004 sang sie mit Joanna Strand in der Mädchenband Die Lollipops. Zusammen waren sie das erfolgreichste Lollipops-Duo und verkauften über 550.000 Ton- und Bild-Tonträger, erhielten 6 Gold- und Platinauszeichnungen, drei Top 10 Chart-Platzierungen und eine Echo-Nominierung 2005 für die beste Musik DVD. Nach ihrer Ablösung im Jahr 2005 bildete Hilbig mit ihrer vorherigen Kollegin das Duo Cats & Boots bis sie sich vorerst aus dem Musikgeschäft zurückzog.

Kurz nach ihrem Abitur wurde sie im Juli 2010 Mitglied der Girlgroup Queensberry und trat zusammen mit Selina Herrero die Nachfolge von Antonella Trapani und Victoria Ulbrich an, die aus privaten Gründen die Band verlassen haben. In dem Film Alvin und die Chipmunks 3: Chipbruch lieh sie dem Streifenhörnchen Brittany ihre Stimme

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. Eine im Oktober 2012 angekündigte Schaffenspause zugunsten von Soloprojekten erwies sich 2013 als endgültige Trennung von Queensberry.

Nach dem Ende von Queensberry brachte Hilbig als Schmuckdesignerin eine Kollektion bei Heartbreaker unter dem Namen ‚Viva La Brazil‘ raus und stellte sie im Februar 2013 auf der Schmuckmesse in München vor. Weiterhin ist Hilbig seit Oktober 2012 als Testimonial für Wimpernverlängerung von LuxusLashes tätig.

Im Fernsehen war Hilbig von 2011 bis 2015 Teilnehmerin beim TV total Turmspringen, bei dem sie 2014 im Einzel- und Synchronspringen den Sieg errang. Im März 2013 war sie in einer Folge von mieten, kaufen mcm taschen sale, wohnen zu sehen.

Zudem begann sie in Hamburg und in Los Angeles mit Studioaufnahmen für ihre Solokarriere, wobei sie unter anderem die Chance erhielt mit dem amerikanischen Rapper und Musikproduzenten Leon „Roccstar“ Youngblood Jr. zusammenzuarbeiten. So wirkte sie auch in Roccstars Musikvideo zu My Woman mit.

Seit August 2013 tritt sie mit Musikern der Delta Doppelkorn Bluesband aus Hamburg-Harburg als Ronjas Räuber oder auch Ronjas Bluesbox auf. Seit März 2016 verwenden sie Ronja Hilbig & Band als Namen.

Als erste Veröffentlichung erschien im Januar 2015 bei Spotify Hand Cuffed. Im Oktober 2015 wurde als Download die Single Bang Bang veröffentlicht.

Ehemalige Mitglieder: Gabriella De Almeida Rinne | Leonore Bartsch | Ronja Hilbig | Selina Herrero | Victoria Ulbrich | Antonella Trapani

Studioalben: Volume I (2008) | On My Own (2009) | Chapter 3 (2012)